Von Gamification zu Motivational-Kontext-Design

Von Gamification zu Motivational-Kontext-Design

Gamification ist vor allem eines: Ein Versuch das aktuelle Arbeitsumfeld so zu gestalten, dass sowohl Langeweile als auch Frustration verringert werden kann. Mit dem Wissen um die Faszination des Menschen in einem spielerisch gestalteten Umfeld, können wir heutige Situation unter die Lupe nehmen und danach bewerten. Dabei kann das ‚Spielerische‚ bewusst oder unbewusst wahrgenommen werden.

Gut umgesetzt, konnten damit schon einige Fortschritte erzielt werden. Aber eines blieb immer: eher früher als später stößt man an Grenzen. Die Rahmenbedingungen der Organisationen stehen oft konträr zum notwendigen Gamification-Design. Somit kann man seltenst auch nur nahe an sein mögliche Potential herankommen. Denn schließlich wird Gamification als ein zusätzlicher Layer hinzugefügt. Mehr aber nicht. Und somit wird es immer von bereits etablierten Arbeitsbedingungen eingegrenzt. Das ist nachvollziehbar, aber dadurch eben auch nur bedingt effektiv.

Über die Jahre entstand so immer stärker die Überlegung, wie man diese, bereits vordefinierten, Grenzen überwinden könnte. Lange kamen wir hier immer an die Grenzen, die durch Strukturen und Organisationsvorgaben über Jahrzehnte gewachsen und als allgemeingültig angesehen wurden. Schließlich ist es unrealistisch zu glauben, dass plötzlich alle bereit sind, bestehendes zu hinterfragen und freudig zu ändern. Das war uns natürlich auch klar. Also war man im Geiste zwar bestrebt aber in der Realität demütig.

Vor einiger Zeit wurde mir dann bewusst, dass das Problem die Zielsetzung ist. Wenn man Business as usual beibehalten möchte und innerhalb dessen einfach ein paar kleine Stellschrauben anpassen will, dann reicht, in der Regel, das was man so als Gamification vorfindet. An vielen Stellen war der Gedanken jedoch „Einfach ein bisschen effizienter werden“ nicht mehr ausreichend. Bestehendes muss hinterfragt werden und auf aktuelle Begebenheiten angepasst werden. Hier bin ich nun in meinem Element: Gamification endlich so weiterentwickeln, wie es auch sein Potential zulässt. Daraus entsteht das Motivational-Kontext-Design. Mit Winfried Felser durfte ich mich darüber unterhalten. Das Interview findet ihr hier auf LinkedIn.

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