Fussball ist Gamifiziertes Laufen

Fussball könnte auch ‚gamifiziertes Laufen‘ sein

Natürlich wird Fussball nicht mit der Intention gespielt, um mehr Spaß beim rennen zu haben als wenn man einfach joggen geht. Aber sieht man es mal aus dieser Warte, könnte man es auch als gamifiziertes laufen bezeichnen.

Schickt man jemanden auf den Fussballplatz und lässt ihn spielen, dann spult er nebenbei ganz wie selbstverständlich seine Kilometer ab. Jeder gelaufene Meter ist dabei aber ein Nebenprodukt. Denn in Wirklichkeit geht es ja darum den Ball in Richtung gegnerisches Tor zu bringen, sich für den Teampartner anspielbereit zu machen oder dem Gegener einfach ‚im Weg zu stehen‘. Jeder Schritt funktioniert da wie beiläufig. Und natürlich macht es dabei keinen Unterschied wlechen Sport man betreibt.

Reverse-engineering was gut funktioniert

Während dem Studium bin ich viel gejoggt. Schließlich wollte man sich ja irgendwie bewegen und nicht nur rumsitzen. Beim joggen wird das Laufen naturgemäß zum Hauptakt. Man konzentriert sich drauf. Ab und zu gelang es mir, dass sich meine Gedanken auf ein Thema fokussierten und die 10km gingen rum wie nichts. Aber meist gelang mit das nicht. Im Gegenzug zum Fussball-, Handball-, oder Basektballspielen. 1,5 Stunden Training und wenigstens die 5km waren schnell in den Beinen.

Was ist eher gamifiziertes Laufen? Fussball oder 100m Sprint?

Joggen ist, von der Struktur her, eher simple. Im Grunde hat man eines zu tun: laufen. Aber natürlich gibt es auch ein paar zusätzliche Faktoren: Zum einen ist da der Startpunkt. Der kann an der eigenen Haustür sein, oder an einem bestimmen Ort im Park, oder, oder, oder.
Dann gibt es den Endpunkt. Entweder entscheidet man einfach auzufhören oder man erreicht einen vorgegebenen Ort oder man ist eine festgelegte Zeit gelaufen.

Ein weiterer Faktor kann durch das gemeinsame Laufen entstehen. Somit kommt eine, mehr oder weniger, soziale Eben mit ins Spiel. Meist bedeutet das auch, dass all die bereits genannten Rahmenbedingungen obligatorisch sind. Ohne diese wäre ein gemeinschaftliches joggen wohl reintstes Chaos.

Auf diese Art und Weise kommt man von einem sehr unstrukturiertem Laufansatz zu einem strukturierteren.

Spielstruktur

Der Einsatz von Elementen wie Ziele, Regeln, Herausforderungen und Interaktionen sind bereits der erste Schritt, um eine Aktivität interessanter gestaltet werden soll. Für das Joggen geht, sieht das dann so aus:

Die Antwort

Auch wenn man im 100m Sprint nicht unbedingt alleine unterwegs ist – denken wir nur mal an ein 100m-Finale bei den olympischen Spielen – dann ist es doch eher ein ‚Spiel‘, das man alleine zusammen ’spielt‘. Am Ende ist es egal, was die anderen machen. Ich alleine bestimme mein Ergebnis.

Beim Fussball, ebenso wie bei jedem anderen Teamsport, gestaltet sich das ganze bereits etwas komplexer. Und gerade diese Komplexität verhindert, dass man sich einzig und allein auf eine Tätgikeit fokussiert. Schließlich geht es hier gleichzeitig um laufen, Koordination, Spielbeobachtung, Collaboration, und vieles mehr. Viel mehr Faktoren müssen also gleichzeitig beachtet werden und somit steigt die Interaktionsherausforderung zwischen Regeln, Meilensteinen und Ziele.

Fazit

Wie bereits gesagt, spielt niemand Fussball, da er eigentlich nur 10km laufen wollte, aber es so eventuell mehr Spaß macht. Wenn es den Fussball aber noch nicht geben würde und jemand den Auftrag bekommen würde, dass Abspulen von 10km spielerisch attraktiver zu gestalten, dann wäre die Erfindung von Fussball, bzw. eines attraktiven Teamsports, doch der perfekte Ansatz, oder?

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