Gamification, Serious Games und Workification?

Ok, Workification ist ein echt besch*** Begriff. Von daher steht dieser hier auch nicht wirklich zur Wahl. Aber lassen wir ihn einfach mal als Platzhalter stehen. Aber für was denn nun genau?

Um den Gendankengang hinzubekommen, schauen wir uns nocheinmal kurz die beiden anderen Begriffe an: Gamification und Serious Games.

Gamification

Hier reichert man die Realität mit Spielmechaniken und -dynamiken an. Dabei befindet sich eine Person aber immer noch im Hier und Jetzt der Realität, wie zum Beispiel seinem Arbeitsplatz. Die Prozesse dort kommen ihm – nach der gamifizierung – eventuell nativer, individueller und abwechslungsreicher vor und er erkennt auch leichter Fortschritte und persönliche Weiterentwicklungen. Als ein Spiel würde es aber nicht erkennbar sein.

Serious Game

Hier wird ein reales Problem in ein, auch als solches zu erkennendes, Spiel gepackt. Gute Beispiele dafür sind Eve Online Project Discovery, Fold.it oder Play to Cure. Die Person setzt sich bewusst hin, um – meist online – eine Spiel zu spielen. Dabei trägt sie dazu bei, durch die im Spiel gestellten Aufgaben, automatisch ein reales Problem zu lösen.

Weitere Definitionen findet ihr hier.

Workification?

Seit längerem fasziniert mich der Gedanke, dass nun, umgekehrt wie beim Serious Game, eben nicht Leistung im Spiel in die Realität transferiert wird, sondern eine Leistung in der Realität als Ressource mit in das Spiel genommen werden kann. Lass es mich am Beispiel FIFA von EA Sports erklären:

Wie bisher auch wählt man sein gewünschtes Fussballteam aus, oder erstellt es, um online innerhalb einer Liga gegen andere Mitspieler zu spielen. Aber jetzt kommt der entscheidende Unterschied:
Nicht die vorprogrammierten Leistungen der individuellen Spieler bestimmen die Fähigkeiten des Teams, sondern meine persönlichen Leistungen im Sport selbst werden auf das Team transferiert. Gemessen werden diese mittels den existierenden Trackingtools wie Nike+, usw. Werde ich also auf dem Sportplatz ein Zehntel schneller auf 100m, erhöht sich auch die Beschleunigung meines Teams. Verbessern sich meine Zeiten auf 5000m oder auch 10.000m, hält auch mein Online-FIFA-Team länger durch.

Fazit

Auch wenn das oben genannte Beispiel mit FIFA nur aus der Hüfte geschossen kam und sehr simpel ist, wird der Gedanke dahinter wohl klar. Ich finde es persönlich sehr interessant, da dies auch gegen das typische Image der Stubenhocker arbeiten würde. Gleichzeitig ermöglicht diese einen völlig neuen Grad an Individualisierungsmöglichkeiten jedes einzelnen Spielers eines solchen Spiels. Und nun bedenke man mal, wenn man die Genre Serious Games und den Workificationansatz miteinander kombiniert?

Abgrenzung

Wie oben bereits gesagt, ist der Begriff Workification hier wirklich nur als Platzhalter zu sehen. Der Begriff selber kam bereits auch in einem anderen Kontext vor, nämlich wenn ein Spiel (meist Free2Play Games für das Smartphone) als Spielmechanik, immer einfach nur mehr von der selben Tätigkeit von den Spielern verlangt. Hauptsache es wird Schrit für Schritt lästiger und man ist bereit irgendwann den Geldbeutel zu zücken, um abzukürzen:

Bildquelle: Sebastian Deterding, Slideshare 

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