Perspektivlosigkeit im Job ist Folter

Perspektivlosigkeit im Job ist Folter

Ich bin überzeugt, dass der Schaden durch Perspektivlosigkeit im Job allgegenwärtiger ist als das vielfach besprochene Thema des Burn-Out.

Überlegt man sich genau, was für Aktivitäten der Mensch gerne freiwillig macht und was diese miteinander verbindet, kommt man auf ein überraschendes Ergebnis. Als Beispiel nehmen wir die drei größten Kategorien, freiwilliger Aktivitäten:

Spiel, Sport und Hobby.

Jegliches Engagement in diesen drei Kategorien ist vor allem dadurch geprägt, dass diese, wenn man seine Sache gut macht, als Resultat schwerer werden.

 

Beispiel

  • Im Videospiel erreicht man das nächste Level, mit härteren Gegnern und größeren Herausforderungen. Beim Brettspiel passen sich die gegenüber an (wenn diese das können), um so als Spielpartner attraktiv zu bleiben, oder man spielt ab jetzt mit anderen, die mithalten können.
  • Ist man im Sport erolgreich, dann steigt man in ein anderes Team auf, klettert eine Liga höher, bzw. passt das Training an.
  • Und selbst im Hobby ändert man die (eigenen) Regeln, damit es nicht zu langweilig wird.

 

Fazit

Der Mensch ist also nicht das faule Wesen, als das er gerne gesehen wird. Was er aber verlangt, sind vor allem zwei Dinge: Er möchte wissen warum, bzw. wofür er etwas macht und er benötigt die Erkenntnis, dass er immer besser darin wird, bzw. eine gewichtige Rolle ausfüllt und erfüllt.

Ersteres zahlt auf das Warum im Sinne der Gesellschaft/Community/Familie ein.
Letzteres zahlt auf das Warum im Sinne des persönlichen Engagements ein.

Dieses Verlangen nach persönlichem Fortschritt ist sogar so bedeutend, dass es auch den allzu leichten Sieg, im Wettbewerb mit anderen Personen, übertrumpft. Besonders im langfristigen Kontext. Was ich damit meine? Hier:

 

Auch der jährlich erscheinende Engagement Index von Gallup lässt die Gefahren von Perspektivlosigkeit im beruflichen Alltag deutlich erkennen. Er hängt diesem Fakt sogar ein Preisschild mit an.

Perspektivlosigkeit hat Schuld an einem Großteil dieses €-Betrags.

 

Gerade in Zeiten in denen jedes große Unternehmen von einem Bewerbermarkt spricht, darf das nicht sein. Denn hier gehen bereits gewonnene Mitarbeiter wieder verlorgen, da diese eine Perspektivlosigkeit empfinden, die eventuell ja gar nicht vorhanden ist. Stattdessen sorgt der berufliche Alltag für solch einen Trott bzw. Entönigkeit und auch Feedbackdefizit, was beim Mitarbeiter selbst für ein verfälschtes Bild sorgt.

Wie man hier bereits leicht Abhilfe schaffen kann, haben wir in unseren Beiträgen zum Thema OKRs und auch hier beim Thema ‚Herausforderungen visualisieren‚ beschrieben.

Für mehr Input besuchen Sie auch unsere Insight-Playlist.

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